Biowildgehege Riemelmoser - Haltung
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Um die hohen Anforderungen an den Tierschutz und die Fleischqualität zu gewährleisten, ist die landwirtschaftliche Gehegewildhaltung gesetzlich streng reglementiert und kontrolliert. So sind in den tierschutz- und hygienerechtlichen Bestimmungen Vorschriften über die Besatzdichte, die Gehegeausstattung, die Fleischhygiene und vieles mehr festgelegt.

Mit erstem Jänner 2005 trat das Bundestierschutzgesetz in Kraft.

Tiergerechter Lebensraum

Aus Überzeugung und Verantwortung unseren Tieren gegenüber sind wir darüber hinaus bestrebt, diesen einen angenehmen Lebensraum zu bieten. Die Haltung der Damtiere erfolgt deshalb auf eine extensive, den natürlichen Lebensgewohnheiten angelehnte Art wechselweise auf zwei Weiden. Dadurch wird sowohl die Pflanzenwelt ausgeglichen beweidet, als auch an sich möglichem Parasitenbefall der Tiere auf natürliche Weise vorgebeugt. Unter Beachtung der Lebensgewohnheiten des Damwilds wurden abwechslungsreiche Deckungsmöglichkeiten geschaffen: Die Tiere können sich in einen Grabeneinhang oder in Schatten spendende Mischwaldstreifen zurückziehen. Im Winter besteht die Möglichkeit, allzu unfreundlicher Witterung in den Stall auszuweichen. Für die Hirsche befinden sich zudem zahlreiche Fegemöglichkeiten im Gehege.

Sicherer Zaun

Zum Schutz vor Gefahren von außen (z.B. streunende Hunde, u.ä.), aber auch um der eigenen Neugier nach verbotener Erkundung eines größeren Reviers Einhalt zu gebieten, ist das Gehege mit einem zwei Meter hohen Zinkdrahtgeflecht und naturbelassenen Akazienpfählen eingezäunt.

Natürliches Futter

Durch eine geringere Tierbesatzdichte ist sichergestellt, dass sich unser Damwild in der Vegetationszeit ausschließlich von den auf der Weide wachsenden Gräsern und Kräutern ernähren kann. Nur in der kalten Jahreszeit muss zugefüttert werden, damit die Tiere gut über den Winter kommen. Diese Winterfütterung dauert von November bis April und erfolgt ausschließlich mit Grassilage und Grummet (Heu vom 2. Schnitt) - beides selbstverständlich am eigenen Betrieb gewonnen. Als "Zuckerl" gibt es dann und wann Äpfel, Kastanien sowie Laub- und Tannenzweige. Ein Salz-Leckstein zum Mineralstoff-Ausgleich darf natürlich auch nicht fehlen.

Die Tiere haben ganzjährig Zugang zu frischem Wasser - entweder im durchfließenden Bach oder aus einer Quellfassung.